Über mich

Geboren im Mai 1977 in München bin ich in Puchheim aufgewachsen. Schon als Kind fand ich es – im Gegensatz zu den meisten meiner Klassenkameraden – toll, wenn wir Aufsätze schreiben dürften, denn ich habe mir immer schon begeistert Geschichten ausgedacht.

Nach dem Abitur habe ich in München Theaterwissenschaft, Französisch und interkulturelle Kommunikation studiert. Gegen Ende meines Studiums gewann ich mit meiner Kurzgeschichte „Puchheim – Hauptbahnhof – Hauptbahnhof – Puchheim“ den 3. Preis bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb. Die Möglichkeit, diese Kurzgeschichte auf der Leipziger Buchmesse in einer öffentlichen Lesung vorzustellen, schlug ich aus, um meine Magisterarbeit fertigzustellen (nicht die beste Entscheidung meines Lebens, denke ich mir heute).

Danach war die Zeit der Geschichten für mich erst einmal vorbei und ich ging für knapp eineinhalb Jahre für Praktika nach Frankreich (Limousin und Yvelines). Zurück in Deutschland begann ich eine bunte berufliche Karriere, zunächst einige Jahre im Qualitätsmanagement, anschließend im Marketing und inzwischen hat es mich ins Personalmanagement verschlagen, wo es mir am meisten Spaß macht, mich um unsere Azubis zu kümmern.

2017 nahm ich erneut an einem Kurzgeschichtenwettbewerb teil. Beim Wettbewerb „Gummistiefelweg“ des Deutsch-Finnischen Clubs Puchheim gewann ich mit „Tarja“ den 2. Preis. Ab da verhalf ich den Geschichten endlich zu ihrem Recht in meinem Leben: Aus meiner Kurzgeschichte „Tarja“ entwickelte ich einen (bisher unveröffentlichten) Roman. Dafür unternahm ich eine Recherchereise nach Finnland und verarbeitete Eindrücke von der Demenzerkrankung meiner Mutter.

Auf der Suche nach einem Schreibseminar stolperte ich 2019 über ein Wochenendseminar „Freies mündliches Erzählen“ – und das war der Beginn meiner zweiten großen Leidenschaft neben dem Schreiben. Anfang 2020 begann ich meine Ausbildung zur freien Erzählerin bei der Goldmund-Erzählakademie. Gleich nach der ersten (von fünf) Ausbildungswoche kam allerdings der erste Corona-Lockdown. Da nun die Möglichkeiten zum Erzählen vor Publikum fehlten, hatte ich die Idee, meinen Freunden mit einer per Video aufgezeichneten Geschichte ein wenig Freude, Zuversicht und Lachen zu bringen. So entwickelte sich mein Youtube-Kanal, auf dem ich seit März 2020 einmal pro Monat eine neue Geschichte erzähle. Darüber hinaus habe ich virtuell 2021 am lettischen Erzählfestival zivzup teilgenommen (mein Beitrag bei 3:01 Stunden). Seither folgten noch verschiedene andere Veranstaltungen, die meisten davon leider nur online. Am 7. April 2022 konnte jedoch eine für mich sehr wichtige Veranstaltung vor einem Live-Publikum (und gleichzeitig auch online) stattfinden: Im Haus Buchenried am Starnberger See erzählte ich meine Geschichte „Wo hängt der Hammer?“ und bin seither zertifizierte Märchen- und Geschichten-Erzählerin.

Mein Erzählrepertoire umfasst Geschichten aus den unterschiedlichsten Bereichen, von der nordischen Mythologie über Volksmärchen bis hin zu Weisheitsgeschichten und modernen Erzählungen. Auch selbst verfasste Geschichten sind dabei.

Marion-Strencioch-in-finnischer-Nationalbibliothek-Helsinki
Bei der Recherche in der finnischen Nationalbibliothek in Helsinki